1:1 zum Quali-Auftakt gegen Altach

Im ersten Spiel nach der knapp dreimonatigen Corona-Pause holte der SVM zuhause durch einen Jano-Treffer einen Punkt.

Erstmals seit 8. März – oder 86 Tagen – öffnete unser Pappelstadion Dienstagabend wieder seine Tore. Allerdings für nur sehr wenige, ausgewählte Akteure: Spieler, Betreuer, Schiedsrichter, Offizielle, Medienvertreter und Ballkinder. Zum ersten Mal ging in Zeiten von Corona im Pappelstadion unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ein Geisterspiel über die Bühne.

Safety first – in allen Bereichen des Pappelstadions.

Beide Teams begegneten sich erst auf dem Spielfeld, denn der Einzug erfolgte getrennt. Die Gäste aus Altach hatten vom Anpfiff weg etwas mehr Spielanteile und gingen in weiterer Folge auch in Führung: Ein missglückter Pass von Außenbahnspieler Michi Lercher landete bei Emanuel Schreiner, der sich danach allein vor Goalie Markus Kuster die Ecke aussuchen konnte – 0:1 nach 16 Spielminuten.

Unsere Mattersburger erholten sich von dieser kalten Dusche zum Glück sehr schnell. Freistoß über links von Andi Kuen, der genau bei unserem Abwehrchef Jano, oder eigentlich dessen Köpfchen, landete. Unser Kapitän köpfelte nach 19 Minuten zum Ausgleich ein.

Nach einer knappen halben Stunde legte Altach eine Großchance nach. Unsere Abwehr vernachlässigte Berkay Dabanli, der leitete weiter zu Jan Zwischenbrugger, der wiederum knallte das Leder mit voller Wucht aus kurzer Distanz nur an die Querlatte. Vor dem Seitenwechsel ließ noch Andi Kuen mit einer schönen Flanke zur Mitte auf Gruber aufhorchen, doch sein Offensivpartner wurde von der Altacher Verteidigung entscheidend gestört.

Andi Gruber in seinem ersten Pflichtspiel seit seiner im Februar zugezogenen Verletzung.

SVM in Halbzeit 2 mit einem Chancenplus

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich beide Teams sehr bemüht, kontrolliert das Spiel aufzubauen. Nennenswerte Chancen blieben vorerst aber aus. In Minute 58 flankte Christian Gebauer rechts zur Mitte, der Ball neigte sich gefährlich, doch kein Altacher konnte letztlich profitieren. Der SVM war dann in Minute 65 voll da und das gleich doppelt: Der eingewechselte Alois Höller mit der Großchance, die Altach-Goalie Benjamin Ozegovic parieren konnte. Per Nachschuss verfehlte Andi Kuen von rechts nur knapp das Eck.

Nach 70 Minuten erlebte das Pappelstadion eine weitere Premiere: Mit dem vierten Wechsel der Altacher war auch erstmals in unserem Stadion die neue „5 erlaubte Wechsel“-Regel pro Spiel umgesetzt, die in Zeiten von Corona und angesichts des straffen Matchplans auf Empfehlung der FIFA umgesetzt wurde. Höller kam danach ein weiteres Mal zum Abschluss (74.). Aufseiten Altachs scheiterte Gebauer vor Kuster (77.). Bei einem Einsteigen von Samuel Oum Gouet gegen Fabian Miesenböck an der Strafraumgrenze blieb die Pfeife von Schiedsrichter Josef Spurny stumm. Kurz vor Schluss vergab der eingewechselte Patrick Bürger den Matchball: Nach Flanke von Flo Hart von links verfehlte unserer Nummer 33 den Stanglpass nur knapp (86.).

Zum Auftakt der Qualifikationrunde holte unser Team somit einen Punkt gegen spielstarke Vorarlberger. Auf uns wartet jetzt ein Auswärtsdoppel – am Samstag bei der Admira und kommenden Dienstag in Tirol.

Kapitän Jano köpfelte zum ersten Punktgewinn seit der Corona-Pause ein.

Haben sehr starke Phasen gehabt”

„Man hat gesehen, dass wir sehr gut spielen können. Wir haben sehr gut verteidigt und gleichzeitig aber auch sehr starke Phasen gehabt“, zeigte sich unser Torschütze Jano nach der Partie zufrieden.

„Wir waren relativ rasch hinten, haben uns davon aber Gott sei Dank nicht aus der Bahn werfen lassen und schnell den Ausgleich gemacht. In der zweiten Hälfte gab es etwas mehr Spielanteile für Altach, aber wir hatten Riesenchancen“, sagte Cheftrainer Franz Ponweiser.

 

SV Bauwelt Koch Mattersburg – Cashpoint SCR Altach 1:1 (1:1)

Pappelstadion, SR Spurny.

Torfolge: 0:1 (16.) Schreiner, 1:1 (19.) Jano.

SV Mattersburg:

Kuster; Nemeth, Jano, Mahrer; Salomon (85. Bürger), Hart, Erhardt, Lercher (62. Miesenböck); Gruber, Pusic (62. Höller), Kuen.

SCR Altach:

Ozegovic; Thurnwald, Dabanli, Schmiedl (70. Gouet), Karic (45. Nussbaumer); Zwischenbrugger, Wiss; Meilinger (70. Sam), Tartarotti (45. Fischer), Schreiner, Gebauer (81. Villalba).

Gelbe Karten:

Gruber, Jano, Mahrer; Thurnwald, Schreiner, Wiss.