Elfertor besiegelt bittere Niederlage

Der SVM muss sich nach dem Führungstor durch Michael Lercher im Finish der Admira noch 1:2 geschlagen geben.

Im letzten Heimspiel des Jahres feierte der 18-jährige David Nemeth in der Mattersburger Fünferkette sein Bundesliga-Heimdebüt. In der Offensive dominierte auf beiden Seiten die Vorsicht, ging es für beide Teams doch um viel. Die Gastgeber kamen in einer hart geführten Hälfte eins zu einer Handvoll Abschlüssen: So prüfte Lukas Rath Admira-Goalie Andreas Leitner mit einem direkten Freistoß aus gut 30 Metern (18.). Auch bei einem weiteren Freistoß-Versuch drei Minuten später von Andi Kuen blieb Leitner sicher.

Patrick Salomon segelte nach einer halben Stunde an einer Flanke von Kuen vorbei. Ein Schuss von Christoph Halper rollte nur knapp an der linken Admira-Stange vorbei (35.). Die vielleicht größte Chance vergab Jano kurz vor dem Pausenpfiff mit einer Fersen-Einlage nach Kuen-Freistoß, die knapp am Tor vorbeiging. Bei einem harten Einsteigen von Christoph Schösswendter gegen Halper beließt es Referee Julian Weinberger bei Gelb.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann aber mehr als Fahrt auf. Die verdiente SVM-Führung kam mit Ankündigung: Erst scheiterten noch Kuen (47). bzw. Jano, dessen Freistoß toll pariert wurde (51.). Zwei Minuten später war es soweit: Martin Pusic leitete den Ball wunderbar an Michi Lercher weiter, der völlig unbedeckt zur Mattersburger Führung einschießen konnte (53.).

Doch die Admira konnte nachziehen: Zuerst noch mit der vergebenen Ausgleichschance durch Sinan Bakis (56.), zwei Minuten später dann aber doch mit dem 1:1: Bakis konnte nach einer Lukacevic-Flanke zu unbedrängt von der SVM-Hintermannschaft einköpfeln (58.).

Mattersburg war nach diesem Schock sofort wieder da: Leitner konnte einen Malic-Kopfball nach Corner-Hereingabe abwehren (59.) In Minute 63 krachte dann ein Kuen-Freistoß ans Lattenkreuz. Dann hatte der Schiedsrichter ein weiteres Mal viel Nachsicht mit der Admira: Kolja Pusch trat Philipp Erhardt mit Wucht gegen die Brust und sah dafür nicht einmal Gelb.

Eine Viertelstunde vor Schluss konnte Leitner bei einer Eckball-Serie erst einen direkten Kuen-Corner über die Latte drehen, dann einen Schuss von Malic abwehren. Unmittelbar danach erreichte die Dramatik ihren Höhepunkt: Rath stieg gegen Fabian Menig im Strafraum ein, der eher freiwillig zu Boden ging und den Foulelfmeter zugesprochen bekam, den Bakis dann souverän verwandelte – 2:1 für die Gäste (84.). Auch im Finish konnte der an diesem Nachmittag überragende Leitner den Sieg der Admira festhalten.

”Man hat gesehen, dass die Mannschaft lebt. Die Admira hätte das Spiel nicht zu elft beenden dürfen. Aber dennoch haben wir zwei Gegentreffer bekommen, die so nicht fallen dürfen,” sagte SVM-Cheftrainer Franz Ponweiser.

 

SV BAUWELT KOCH MATTERSBURG – FC FLYERALARM ADMIRA 1:2 (0:0)

Pappelstadion, 1.600 Zuschauer, SR Weinberger.

Torfolge:

1:0 (53.) Lercher, 1:1 (58.) Bakis, 1:2 (84.) Bakis (Foulelfer)

SV Mattersburg:

Kuster; Salomon, Nemeth, Malic, Rath, Lercher; Jano; Erhardt (85. Kvasina), Kuen; Halper (67. Schimandl), Pusic (80. Bürger).

Admira:

Leitner; Menig, Schösswendter, Aiwu, Lukacevic; Hjulmand (67. Starkl), Lackner; Saracevic (76. Kadlec), Pusch (92. Bauer), Bakis, Kerschbaum.

Gelbe Karten: Lercher, Schimandl, Salomon; Aiwu, Schösswendter, Bakis, Medig, Lukacevic.